Sonne tritt in Schütze ein
Sonne tritt in den Schützen ein
22. PST 6:03 / 23. AEDT 1:03
Die Sonne tritt heute in das bewegliche Feuerzeichen Schütze ein, wobei unser daraus resultierendes Selbstvertrauen und unsere Offenheit eine direkte Antwort auf die leidenschaftliche, doch private Haltung sind, die während der Skorpion-Saison eingenommen wurde. Wenn wir, während die Sonne den Skorpion durchquerte, das Schlimmste annahmen, tendieren unsere Erwartungen jetzt zu einer fast unverantwortlich idealistischen Haltung. Wo uns genaue Prüfung und Skepsis in den letzten Wochen vielleicht im Stich gelassen haben, steuert hier ein dreistes „Alles ist erlaubt“-Ansatz unser egoisches Schiff zu immer exotischeren Ufern.
Das Motto des Schützen lautet „Ich entdecke“. Dies ist das Gebiet des Entdeckers, des Theologen und des wandernden Weisen. Die Anwesenheit der Sonne in diesem Zeichen deutet darauf hin, dass dies nicht die Zeit ist, klein zu denken oder zu handeln. Dies ist eine Zeit, um zu unserer Wahrheit zu stehen, unseren Zweck zu überdenken und Gelegenheiten zu verfolgen, die wir normalerweise im Namen des gesunden Menschenverstandes ablehnen würden. Mit Optimismus als unserem Nordstern können wir Katastrophen umgehen. Eine knappe Entrinnung ist immer noch eine Entrinnung – und sie ergibt eine gute Geschichte!
Wovor wir uns in den kommenden Tagen *hüten* sollten, ist die Vorstellung, dass *unsere* Wahrheiten gültiger sind als die Wahrheiten anderer. Das ist ein leichter Fehler. Die Art des Lernens, die die Schütze-Sonne fördert, findet sich nicht in Büchern. Sie muss durch Erfahrung gewonnen werden. Und eine Erfahrung *personalisiert* die Wahrheit. Sie kann uns für verschiedene Realitäten blind machen. Sie kann uns unbeabsichtigt zu einem weniger flexiblen und toleranten Menschen machen, selbst wenn wir versuchen, alternative Perspektiven zu verstehen.
Jemanden Neues in einem fremden Land zu treffen ist schön. Aber diese Interaktion ist wahrscheinlich sogar *schöner*, wenn man entdeckt, was man gemeinsam hat. Dies ist das Paradoxon des Schützen: Selbst wenn wir die Welt in all ihrer Vielfalt erkunden, sind es *gemeinsame* Überzeugungen, die mit Begeisterung in Erinnerung gerufen werden. Wollen wir wirklich hinterfragen, was wir über uns selbst und einander zu wissen glauben? Haben wir wirklich Freude daran, die Realität durch die Augen eines Fremden zu sehen? Oder hoffen wir still und naiv, dass vereinende Überzeugungen unsere Reise reibungsloser machen werden?
Guter Denkanstoß für die Jahreszeit.
Geschrieben von Nyssa Grazda