Sonne tritt in Fische ein
Sonne tritt in Fische ein
18. PST 2:07 Uhr / 18. AEDT 21:07 Uhr
Die Sonne tritt in die Fische ein, das Reich der Verzauberung, der Vorstellungskraft und des Geheimnisses. Ein Ort außerhalb der Zeit. Die Sonne symbolisiert unser Ego, und in diesem grenzenlosen Gebiet verlieren wir das Gefühl, eine eigenständige Entität zu sein – jemand, der von seiner Umgebung getrennt ist. Jemand, der seiner Umgebung *überlegen* ist. Die Egosystem-Perspektive birgt Gefahren, die die Ökosystem-Perspektive nicht hat, Gefahren, die wir während der Fische-Saison deutlich wahrnehmen. Diese Gefahren motivieren uns, Bedingungen, die aus dem Gleichgewicht geraten sind, wieder ins Lot zu bringen.
Wenn Grenzen aufgelöst werden, steigt die Empathie. Obwohl jeder von uns einzigartige Kämpfe haben mag, sind es doch menschliche Kämpfe, und die Menschlichkeit ist das Band, das uns verbindet. Wenn die Sonne die Fische durchquert, sehen wir uns selbst in Freunden, Feinden oder Fremden. Wir gehen noch einen Schritt weiter und sehen, wie unsere Handlungen andere beeinflussen. Egozentrische Entscheidungen können aus einer ganzheitlichen Vogelperspektive bewertet werden. Unweigerlich inspirieren uns Gefühle wie Schuld oder Reue zur Anpassung. Fische ist kein intrinsisch trauriges oder wehmütiges Zeichen. Doch wenn die Sonne die Fische durchquert, fühlen wir *alles*, und *alles* ist nicht immer angenehm.
Die andere Seite der Fische-Münze bietet Zugang zu Frieden und Glückseligkeit. Doch um diesen energetischen Sweet Spot zu erreichen, müssen wir unseren Anspruch auf materielle oder moralische Überlegenheit aufgeben. Anspruchsvolles Verhalten oder das Ausnutzen unseres Willens, anderen zu schaden, ist der schnellste Weg, unsere Verbindung zur kosmischen Magie zu kappen und das Fische-Hoch zu verlieren.
Dies ist wandelbares Terrain, wo Leben und Liebe und Weisheit ewig im Fluss, aber ewig verfügbar sind. Der Schatten der Fische ist emotionale Überforderung und Opferrolle. Das Geschenk ist, die Vergänglichkeit dieser Zustände zu erkennen und Vertrauen in den gegenwärtigen Moment zu kultivieren, wo wir göttlich geführt und universell miteinander verbunden sind.
Geschrieben von Nyssa Grazda