Merkur rückläufig tritt in den Skorpion ein
Merkur Rx tritt in Skorpion ein
18. PST 19:21 Uhr / 19. AEDT 14:21 Uhr
Merkur verließ den Skorpion zuletzt am 29. Oktober, und als er in den Schützen eintrat, stand er im Widerspruch zu Uranus in den Zwillingen. Kommunikationskonflikte, die um dieses Datum herum aufflammten, trugen die Qualität von Feuer und Luft in sich: dynamisch, unberechenbar, volatil. Heute gleitet der rückläufige Merkur zurück in den Skorpion und kollidiert erneut mit Uranus, allerdings ist Uranus jetzt wieder in den Stier eingetreten für seinen letzten Abschnitt in fester Erde. Dieses Mal lodern die Spannungen nicht auf, sie verhärten sich.
Anstatt etwas herauszuplatzen, was wir bereuen könnten, oder einer mutigen Idee nachzugehen, ungeachtet ihrer Machbarkeit (à la Schütze), stößt uns Merkur im Skorpion in Denkmuster, die verschwörerisch, paranoid oder misstrauisch wirken können. Menschen, mit denen wir Verhandlungen geführt haben, werden plötzlich still. Nachrichten werden gelesen, aber nicht beantwortet. Wir bekommen das ungute Gefühl, dass Gespräche noch im Gange sind, wir aber nicht mit am Tisch sitzen.
Das Ziel von Merkurs Rückläufigkeiten ist es stets, uns dazu zu bringen, unsere Ideen zu überprüfen und unsere Kommunikationsgewohnheiten neu zu bewerten. Die Lage war bereits angespannt genug, da Merkur und Mars den Großteil eines Monats im Gleichschritt reisten, und wenn Störung der Katalysator für einen besseren Neuaufbau ist, dann soll es so sein. Uranus ist ein Agent des Chaos, aber auch der Revitalisierung, wenn er gut genutzt wird. Die Geständnisse, die er dem verschwiegenen Skorpion-Merkur durch das Element der Überraschung entlocken will, müssen ausgesprochen werden.
Die Motive anderer (und unsere eigenen) werden nicht lange verborgen bleiben. Die Ausrichtung von Sonne und Merkur am 20. November enthüllt den wahren Grund für einen Kommunikationszusammenbruch. Quellen werden offengelegt und Beziehungen neu bewertet. Merkur bleibt bis zum 11./12. Dezember im Skorpion und ermöglicht schwierige, aber notwendige Gespräche.
Verfasst von Nyssa Grazda