Mars tritt in die Fische ein
Mars tritt in die Fische ein
22. PST 16:48 / 23. AEST 11:48
Mars tritt heute in die Fische ein, nebliges Terrain, ungeeignet für Kampftaktiken. Mars verkörpert Ehrgeiz, Initiative und Selbstbehauptung. Doch wie lassen sich solche individualistischen Antriebe in den numinosen Fischen, dem Zeichen des grenzenlosen Mitgefühls, vereinbaren? Das Zeichen der Fische ist kein Ort für Krieg. Ein Schwimmgang in voller Rüstung lässt uns wie ein Stein sinken.
Zunächst müssen wir abgrenzen, was wir wollen, was ein trüber Prozess sein kann. Für den Frieden zu kämpfen ist sowohl eine würdige Sache als auch ein ärgerlich ironisches Gefühl. Aber das *Eintreten* für die Wehrlosen könnte jetzt eine Hauptmotivation sein.
Zweitens müssen wir uns fragen: „Ist dies wirklich *mein* Wunsch, oder habe ich die Bestrebungen derer in meiner Nähe in mich aufgenommen?“ Die Fische sind porös, daher ist es entscheidend, uns selbst und unsere Grenzen zu kennen.
Drittens sollten wir die nicht-lineare Atmosphäre annehmen. Mars in den Fischen wird uns durch die gesamte Finsterniszeit tragen und uns davon abhalten, kopfüber in unausgegorene Unternehmungen zu stürzen. Wir haben ohnehin nicht viel Kontrolle über äußere Ereignisse. Denkt daran, das ist ein Schwimmen, kein Sprint. Teilt eure Energie ein. Ihr werdet regelmäßig Zeit brauchen, um euch auszuruhen und Luft zu holen.
Während seiner Reise wird Mars am 10./11. April mit Saturn zusammentreffen, was einen konstruktiven Fortschritt anzeigen *kann*. Dieser Aspekt könnte jedoch auch Frustrationen verschärfen, besonders wenn wir uns nicht richtig ausgerüstet haben. Mars wird zusätzlich am 28./29. April mit Neptun in Einklang treten, ein romantischer Einfluss, der jedoch das gewaltsame Überschreiten von Grenzen oder das Ignorieren der Realität, wenn es unpraktisch ist, ankündigen kann.
Was diesem Transit an beständiger Dynamik fehlt, liefert er uns in der Hilfe, unsere spirituellen Prioritäten klarzuziehen. Diese werden bis zum 30. April einen viel größeren Stellenwert einnehmen und können uns auf Umwegen dazu führen, unsere wahre Berufung zu entdecken.
Geschrieben von Nyssa Grazda